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Stephen Dawson und Jacana


Es ist ein feuchtkalter Wintertag im englischen Bath. Vom Meer her treibt der Wind Nieselregen über das flache Land. Stephen Dawson geht strammen Schrittes und allein bergan. Den einzigen Hügel weit und breit, 150 Meter hoch, nimmt der Mann in dunkler Regenjacke in 15 Minuten, macht kehrt, geht schnell bergab, nur um, am Fuße des Hügels angelangt, gleich wieder den Aufstieg anzutreten. Dawson treibt sich an, trotz des schlechten Wetters, stundenlang. Zehn Aufstiege hat sich der Mittfünfziger vorgenommen. Und zehn schafft er.

Das war im Winter 2005. Stephen Dawson brauchte damals das Training, weil er mit einer Gruppe von Investoren den Kilimandscharo besteigen wollte. Es ging um einen guten Zweck: Mit der Tour sammelten sie Geld für die Wasserleitungen und Toiletten einer Dorfschule in Tansania. Aber für Dawson ging es auch um die Herausforderung. Denn die liebt der Brite. Die Anekdote zeigt aber auch, wie er seine Aufgaben angeht: ausdauernd und energisch. Schon als junger Mann bezwang Dawson als Kletterer Steilhänge. Dann stürzte er sich voll in den Beruf. In den 70ern, den Pionier-Jahren des Computer-Zeitalters, beriet er Konzerne beim Aufbau ihrer IT-Systeme. 1985 stieg er um ins damals noch junge Geschäft mit Risikokapital. Den Boom der Branche nahm er mit bei ECI, einer der führenden britischen Private Equity Firmen, deren Geschäftsführer er viele Jahre war.

Fast zwei Jahrzehnte lang drehte sich Dawsons Leben um Gewinnmaximierung. Dann machte er einen radikalen Schnitt: Im Jahr 2003 kehrte er der Welt des großen Geldes den Rücken und widmete sich ganz dem guten Zweck...