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Sensibilisierung für zu wenig beachtete Themen, direkte Aufrufe zum Handeln und zur Verhaltensänderung, Petitionen, Medienkampagnen

Gesellschaftliche Mobilisierung

Geber:innen, die Gesellschaftliche Mobilisierung fördern, aktivieren die Bevölkerung für den Klimaschutz, indem sie zu Werte- und Verhaltensänderungen beitragen und politische Entscheidungen beeinflussen. Im Bereich des Klimawandels geht es dabei um nachhaltige Konsummuster und diesbezügliche Veränderungen im rechtlichen und wirtschaftlichen Kontext. Ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit und deren Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen ist Veränderung unmöglich. Zu den Hauptbereichen der Gesellschaftlichen Mobilisierung zählen: Kampagnen, die auf eine breite öffentliche Kommunikation und Akzeptanz abzielen; öffentliche Konsultationen, um die Sichtweise der Bürger:innen auf politische Prioritäten zu bestimmen; sowie lokale Initiativen auf Gemeindeebene, die das Bewusstsein schärfen und zum Handeln auffordern (Padmanabhan und Rose 2021).  

 

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Kampf gegen den Klimawandel ist derzeit von politischer Untätigkeit gekennzeichnet. Geber:innen können darauf zum Beispiel reagieren, indem sie einen öffentlichen Aufruf zum Handeln unterstützen. Online-Tools wie der Climate Action Tracker schärfen das Bewusstsein für die Kluft zwischen dem weltweit vereinbarten 1,5-Grad-Ziel und staatlichem Stillhalten. Die Förderung von Gesellschaftlicher Mobilisierung kann so dazu beitragen, ein „kollektives öffentliches Mandat für die Klimapolitik" (Padmanabhan und Rose 2021) zu schaffen, das Politiker:innen in die Lage versetzt, entschlossener zu handeln.
  • Geber:innen können sich durch ihre Arbeit für eine Änderung unserer Konsumgewohnheiten in Bereichen wie Ernährung, Energie oder Verkehr stark machen. Um eine Polarisierung zu vermeiden, ist es wichtig, Gesellschaftliche Mobilisierung nicht nur auf den Nutzen alternativer Verhaltensweisen für das Klima zu fokussieren, sondern auch Vorteile für das Leben der Menschen im Blick zu haben. So kann man beispielsweise Plakataktionen und Medienkampagnen fördern, die auf die gesundheitlichen Vorteile des Fahrradfahrens und eine verbesserte Luftqualität durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel aufmerksam machen. 
  • Die Öffentlichkeit an sich gibt es nicht. Deshalb gibt es auch keine Patentlösung für wirksame Gesellschaftliche Mobilisierung. Vor allem jene Gruppen, die dem Klimaschutz noch skeptisch gegenüberstehen, müssen stärker einbezogen werden. Statt sich immer wieder altbewährter Methoden zu bedienen, sollten Geber:innen neue Formate des Engagements ausprobieren, um neue Zielgruppen zu mobilisieren.  

 

Padmanabhan, Chandrima; Rose, Katie (2021): Public Engagement on Climate Change. A Case Study Compendium. Centre for Public Impact; Calouste Gulbenkian Foundation (UK Branch). Available online at https://www.centreforpublicimpact.org/assets/documents/cpi-cgf-public-engagement-climate-change-case-studies.pdf, checked on 8/9/2022.